Wer trinken kann, kann auch arbeiten.

Wenn man nicht gerade nach einer durchzechten Nacht einen freien Tag hat, wird einem dieser Spruch bekannt vorkommen. Allerdings stimmt er nicht. Mit einem Kater kann man überhaupt nicht arbeiten!

Und überhaupt, ist man kaum in der Verfassung irgendetwas zu machen. Außer abzuwarten bis man wieder „unter den Lebenden“ ist und die typischen Symptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit nachgelassen haben.

Ein Kater hat mich immer tierisch genervt.

Aber es gibt Möglichkeiten ihn sehr viel erträglicher zu machen oder sogar fast vollständig zu verhindern. Aus diesem Grund habe ich diese Seite ins Leben gerufen, um diese Informationen mit Dir zu teilen.

Du musst dazu eigentlich nur wissen weshalb ein Kater entsteht. Und wie man ihn dann geschickt entkräften kann.

Das soll jetzt kein Freilos für übertrieben Alkoholkonsum sein. Es gibt aber vorhersehbare Situationen wie zum Beispiel ein Treffen mit Kollegen zum Feierabend, Hochzeit- und Geburtstagsfeiern usw. in denen möglicherweise (oder ganz sicher) über den Durst getrunken wird.

Es ist auch kein großes Geheimnis was DAS ultimative Mittel gegen Kater ist: Einfach erst gar nichts trinken. Aber ich möchte keinesfalls den Moralapostel spielen und orientiere mich dabei lieber an das folgenden Zitat:

Packen Sie zwanzig Fremde mit Wasser in einen Raum und Sie haben ein paar angestrengte Gespräche. Machen Sie das Gleiche mit Alkohol und Sie haben eine Party.

In diesem Sinne. Hier findest Du alle Informationen die Dir dabei helfen einen Kater richtig  vorzubeugen.

Ursachen für einen Kater?

Zuerst einmal, was ist überhaupt ein Kater?

Ein Kater (oder Katzenjammer) ist nichts anderes als die Folge einer leichten Alkoholvergiftung die uns Unwohlsein bereitet. Er entsteht durch einen zu hohen Alkoholkonsum innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Für die Entstehung eines Kater sind hauptsächlich drei Ursachen verantwortlich:

  • Das ist zum einen die Dehydratation bzw. Entwässerung.
  • Die Art und Weise wie Alkohol vom Organismus abgebaut wird.
  • Und welche Alkoholischen Getränke getrunken wurden.

Alleine durch diese drei Ursachen kommen die verschiedenen und uns bekannten Symptome zum Vorschein.

Alkohol entwässert den Körper

Alkohol (auch Ethanol oder Ethylalkohol genannt) senkt die Produktion vom harnhemmenden Hormon Vasopressin. Dieses Hormon ist für die Flüssigkeitsregulierung zuständig.

Das führt dazu das Wasser von den Nieren direkt in die Blase geleitet wird. Im Klartext bedeutet das, das Du vermehrt pinkeln und auf die Toilette gehen musst.

Du wirst es sicherlich bestätigen können das Du bereits während dem Feiern viel öfter auf die Toilette gehen musst, oder? Damit bist du bereits auf einem guten Weg zu einem Kater.

Ethanol hat eine giftige Wirkung. Der Organismus versucht sich so schnell wie möglich davon zu befreien. Durch den Alkoholkonsum kann es dann sogar vorkommen, das Du mehr Flüssigkeit ausscheidest als Du zu Dir nimmst.

Dein Körper wird dadurch regelrecht trocken gelegt und dehydriert. Am nächsten morgen bekommst Du das mit einem starken Durstgefühl zu spüren.

Dabei geht aber nicht nur Flüssigkeit in Form von Wasser verloren. Es werden ebenfalls wichtige Mineralsalze wie Natrium, Kalium, Magenesium und Zink, die sogenannten Elektrolyte, aus dem Körper gespült. Es kommt schließlich zu einer Störung im Elektrolythaushalt.

Was tun gegen Kater? Ursachen der alkoholbedingten Dehydration

Alkoholabbau mit Tücken

Die chemische Bezeichnung von Alkohol lautet Ethanol. Nicht zu verwechseln mit dem weitaus giftigeren Methanol. Aber dazu kommen wir später noch.

Achtung, jetzt geht es etwas wissenschaftlich zu sich.

Durch das körpereigene Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) entsteht beim Abbau von Ethanol das Nebenprodukt Acetaldehyd. Das Problem dabei ist, das Acetaldehyd um ein vielfaches giftiger ist als Ethanol. Erst durch Acetaldehyd kommt es überhaupt zu den üblichen Katererscheinungen.

Das hat unser Organismus leider nicht sehr clever geregelt.

Aber es geht noch weiter. Unser Körper versucht unerwünschte oder giftige Stoffe bei Möglichkeit immer weiter abzubauen, umzuwandeln oder auszuscheiden. Acetaldehyd steht dabei jetzt ganz oben auf der Liste.

Beim Abbau von Acetaldehyd durch das weitere unaussprechliche Enzym Acetaldehyddehydrogenase (ALDH-2) entsteht als weiteres Nebenprodukt Essigsäure. Die Essigsäure verringert den pH-Wert im Blut. Und ist damit für ein weiteres Symptom mitverantwortlich. Übelkeit.

Darüber hinaus hemmt Essigsäure den weiteren Alkoholabbau im Körper.

Auch das ist wieder leider nicht so clever. Hier beißt sich der Kater in den Schwanz (Ja, ich habe dafür einen Euro in die schlechte Wortspielkasse einbezahlt).

Im letzten Schritt wird die Essigsäure in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Erst diese unschädlichen Bestandteile von dem ursprünglichen Ethanol werden über Urin und der Haut über den Schweiß ausgeschieden.

Das setzt aber natürlich wiedermal genügend Flüssigkeit in Form von Wasser voraus.

Was tun gegen Kater? Der Verlauf beim Alkoholabbau

Kleiner Exkurs: Die Asiaten und ihre Gene

Wenn wir schon beim Alkoholabbau sind, möchte ich noch kurz auf eine Beobachtung eingehen, die der ein oder andere vielleicht auch gemacht hat:

Asiaten vertragen keinen Alkohol.

Okay, nicht ausnahmslos alle. Und auch nicht überhaupt nicht. Aber es mag Dir hier und da zu Ohr gekommen sein, das sie schnell und schon nach wenigen Schlücken Alkohol die typischen Anzeichen der Trunkenheit zeigen.

Das Ganze hat eine genetische Ursache und wird auch als Alkoholintoleranz bezeichnet.

Im englischsprachigen Raum werden für diese Alkoholunverträglichkeit auch Begriffe wie „Asian Glow“ oder „Asian Flush“ verwendet. Das ist darauf zurückzuführen das der Konsum von Alkohol für einen roten Kopf sorgen kann.

Es ist nicht geklärt was zu dieser generischen Veränderung geführt hat. Es gibt die Theorie, das die Konservierung von Reis zu den Anfangszeiten des Reisanbaus damit zu tun hat. Durch die Haltbarmachung durch einen Vergärungsprozess, entstand als Nebenprodukt Alkohol. Daraufhin entwickelte sich die Intoleranz als Schutz vor zu viel Schädigung durch den enthaltenen Alkohol.

Die Ursache für die Unverträglichkeit liegt letztendlich an unseren zwei Enzymen, die für den Alkoholabbau zuständig sind. Wir erinnern uns? Zuerst Alkoholdehydrogenase (ADH) und dann noch Acetaldehyddehydrogenase (ALDH-2).

Bei Menschen mit Alkoholintoleranz wandelt das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) ungefähr 100 mal schneller Ethanol in das giftige Acetaldehyd um. Aber leider mangelt es gleichzetig an Acetaldehyddehydrogenase (ALDH-2), das Acetaldehyd in die harmlose Essigsäure umwandelt.

Diese Überproduktion von Acetaldehyd bleibt durch den verlangsamten Abbau auch noch viel länger im Organismus. Dabei richtet es Schaden an und es kommt zu unangenehmen Symptome wie:

  • Rötungen im Gesicht, Nacken bis zum gesamten Körper
  • Blutdrucksenkung
  • Kältegefühl in Armen und Beinen

Und natürlich ganz zu Schweigen von einem heftigen Kater, der ja durch Acetaldehyd erst seinen Ursprung findet.

Begleitalkohole – Die Nebenprodukte von Ethanol

Neben Ethanol befinden sich in den meisten alkoholischen Getränken noch weitere Bestandteile. Bei der Gewinnung von Ethanol bilden sich sogenannte Begleitalkohole oder auch Giftstoffe, die Kongenere bezeichnet werden. Besser bekannt unter dem Begriff „Fuselalkohol“.

Sie umfassen unter anderem auch das bereits erwähnte Methanol. Beim Alkoholabbau durch Alkoholdehydrogenase (ADH) wird Methanol in Formaldehyd, und später dann in Ameisensäure umgewandelt. Beide Bestandteile sind stark toxisch, belasten das Nervensystem und können von der Leber nur sehr langsam abgebaut werden.

Egal ob Du jetzt ein Chemiker bist oder nicht, hast Du bestimmt schon von Methanol gehört. Es ist bekannt dafür das es zur Erblindung führen kann und wird oft in einem Satz mit selbst gebrannten Schnaps erwähnt (Ich sorge dafür das es so bleibt).

In so gut wie in jedem alkoholischen Getränk können Fuselalkohole nachgewiesen werden. Sie sind ein unvermeidliches Nebenprodukt bei der Destillation oder beim Brauvorgang.

Aber keine Sorge, die im Handel erhältlichen Alkoholika enthalten für uns grundsätzlich eine gesundheitlich unproblematische Menge. Außerdem sorgen sie bei jedem alkoholische Getränk für sein charakteristisches Aroma. Sonst wäre zum Beispiel ein Whiskey auch kein Whiskey.

Was tun gegen Kater? aufpassen bei Begleitalkohole

Die Mischung macht’s

Die Konzentration der enthaltenen Begleitalkohole unterscheiden sich je nach Getränk. Rotwein, Brandy und Whiskey enthalten zum Beispiel viel mehr Begleitalkohole als Vodka, Gin oder Bier. Es gilt die Faustregel:

  • Je dunkler die Spirituose um so mehr Kongenere sind enthalten
  • Und je heller die Spirituose um so weniger

Da verschiedene alkoholische Getränke auch verschiedene Fuselalkohole enthalten, kann die Kombination aller Begleitstoffe einen „handelsüblichen“ Kater auf ein ganz neues Level heben.

Man hört ja oft davon das Vodka gut vertragen wird und fast keinen Kater verursachen soll. Vodka gehört zu den wenigen Spirituosen die wegen der mehrfachen Filterungen fast keine Begleitstoffe mehr enthalten. Die gute Verträglichkeit von Vodka steht dabei mit der geringeren Menge Kongenere unmittelbar in Verbindung.

Woher kommen die Symptome beim Kater?

Kopfschmerzen

Die Kopfschmerzen sind das am meisten vorkommende Katersymptom. Wie kommt es zu diesen Kopfschmerzen?

Der Alkohol wird zu einem Hauptteil in der Leber abgebaut. Für den Abbau von Alkohol benötigt die Leber aber Wasser.

Wie oben beschrieben ist aber jetzt so, das Alkohol den Körper entwässert. In diesem Ausnahmezustand erlaubt der Organismus der Leber aber sogar dem Gehirn das Wasser für den weiteren Abbau zu entziehen. Infolgedessen schrumpft das Gehirn und zieht an den Hirnhäuten, mit der das Gehirn an der Schädeldecke verbunden ist.

Alleine schon der gestörte Elektrolythaushalt durch die ausgeschiedenen Mineralien, führt bereits zu Kopfschmerzen.

Die Kombination aus beidem sorgt dann aber für hämmernde Kopfschmerzen. Damit geht typischerweise auch eine Lärm- und Lichtempfindlichkeit mit einher.

Kurz gesagt: Kopfschmerzen entstehen durch die Dehydration.

Müdigkeit

Müdigkeit ist ein klassisches Anzeichen für eine überstrapazierte Leber. Die Entgiftung über die Leber findet bevorzugterweise nachts zwischen 1 Uhr bis 3 Uhr statt. Wenn sie in dieser Zeit ihrer Arbeit nicht nachkommen kann, verstärkt es die Müdigkeit durch weiteres strapazieren noch zusätzlich.

Weiterhin ist für die Müdigkeit auch indirekt ein Sauerstoffmangel verantwortlich.

Für den Alkoholabbau wird vermehrt Sauerstoff herangezogen spielt dabei eine zentrale Rolle. Schlecht bis gar nicht belüftete Räume führen schließlich irgendwann zu einem Sauerstoffmangel.

Bei einer Unterversorgung von Sauerstoff nimmt die Muskelspannung ab. Das erschlaffte Gewebe sorgt unter anderem für eine Verengung der Atemwege, wodurch heftiges Schnarchen bis zu hin zu Atemaussetzer ausgelöst werden.

Zum einem trägt das nicht zu einem erholsamen Schlaf bei. Und der Mangel, vom dringend benötigten Sauerstoff, bleibt dabei in aller Regel auch nach wie vor bestehen.

Ebenfalls leidet bei einer Unterversorgung von Vitaminen und Mineralstoffen (Störung im Elektrolythaushalt durch Dehydratation) ebenfalls die Schlafqualität. Obendrein führt besonders das Fehlen von Vitamin C und B im Allgemeinen zur Antriebslosigkeit.

Mundgeruch

Beim Alkoholabbau verstoffwechselt die Leber ungefähr 90% von dem aufgenommenen Alkohol. Andere Organe wie die Haut, Nieren und Lunge kümmern sich um die restlichen 10%. Der Mundgeruch oder auch „Alkoholfahne“ tritt beim Alkoholabbau durch unser Atmungssystem zum Vorschein.

Der üble Geruch kommt dabei direkt aus unserem Magen, der ebenfalls unmittelbar am Alkoholabbau beteiligt ist. Es ist jedenfalls kaum möglich den Geruch zu ignorieren, von jemanden der aufstößt und vorher eine ordentliche Menge Bier getrunken hat .

Der schlechte Atem entsteht aber nicht durch das ausatmen von Ethanol. Im Gegenteil, der Geruch von Ethanol an sich wird sogar als angenehm und süßlich empfunden.

Vielmehr spielen die Kongenere, die Nebenprodukte in alkoholischen Getränken, dabei eine entscheidende Rolle. Allen voran sind das Fuselöle und schwefelhaltige Stoffe die für einen unangenehmen Mundgeruch sorgen.

Eine Alkoholfahne fällt weniger unangenehm auf, umso weniger Kongenere in dem Getränk enthalten waren. Optimalerweise besteht das Getränk dabei nur aus Ethanol und Wasser. Hier spielt erneut der Vodka seinen Trumpf aus, der nur wenige Kongenere enthält. Viele Leute berichten davon das man durch Vodka keine Alkoholfahne bekommt. Das gilt aber für jede „saubere“ Spirituose, neben Vodka zum Beispiel auch Korn.

Unabhängig vom Geruch, kann aber in jedem Fall der Alkoholkonsum mit einen Alkoholtester über den Atem nachgewiesen werden. Die Ausatmungsluft enthält den Alkohol, der aus dem Blut aufgenommenen wurde. Dadurch können zuverlässig Rückschlüsse auf die Blutalkoholkonzentration gemessen werden.

Übelkeit

Wie bereits beschrieben hat Alkohol eine giftige Wirkung. Übelkeit und Erbrechen ist eine natürliche Abwehrreaktion dagegen. Unser Körper sorgt aber auch dafür, das Alkohol in Acetaldehyd und letztendlich in Essigsäure umgewandelt und ausgeschieden wird.

Das toxische Abbauprodukt Acetaldehyd reizt die Magenschleimhaut und kann zu einem Anstieg der Magensäure führen. Das verursacht Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Wenn aus genetischen Gründen Acetaldehyd nicht schnell genug in Essigsäure abgebaut werden kann, dann sind die Symptome noch weitaus stärker.

Als weiterer Auslöser für die Übelkeit ist auch ein der Säuren-Basen-Haushalt von Bedeutung. Durch den Abbau von Alkohol kommt es durch die Essigsäure in der Regel zu einer Übersäuerung. Durch dieses überwiegend sauere Milieu wird die Übelkeit schließlich weiter verstärkt.

  • Alkohol wird grundsätzlich sauer verstoffwechselt
  • Es werden sehr viele basische Mineralstoffe verbraucht und ausgeschieden
  • Durch zu wenig Wasser im Körper steigt die Säurebelastung im Körper
  • Essigsäure senkt den pH-Wert noch weiter
  • Der Magen übersäuert durch Alkohol

Was tun gegen Kater?

Um Dir die Frage zu beantworten was man gegen einen Kater tuen kann, musst Du einfach nur gegen die Ursachen angehen. Das geht natürlich am besten wenn Du dich vorher schon darauf vorbereitet hast.

Ist der Kater schon da? Dann bleibt dir nichts mehr anderes übrig als nachträglich versuchen ihn zu besänftigen. Aber eins nach dem anderen.

Halte Dich an die Basics

Ja. Es ist nicht immer leicht.

Die Vernunft und der Versand setzt oft genau dann nicht ein, wenn man ihn eigentlich braucht. Die Ausgelassenheit beim feiern macht einem hier auch oft ein Strich durch die Rechnung.

Wenn du es aber schaffst Dich an die nachfolgenden Grundlagen gegen einen Kater zu halten, wirst Du den nächsten morgen garantiert nicht mehr verteufeln.

Keinen Kater durch Langsamkeit

Unser Körper versucht umgehend Alkohol abzubauen. Das passiert sogar schon beim ersten Kontakt mit dem Mund (Speichel), dann im Magen und Dünndarm.

Wenn Du dir eine große Menge Alkohol in kurzer Zeit eingeflößt, dann macht sich Dein Organismus direkt an die Arbeit und baut den Alkohol fleißig ab. Durch den Abbau von Ethanol entsteht dann auch eine entsprechend große Menge Acetaldehyd – der Stoff aus dem ein Kater gemacht wird!

Andererseits, wenn Du Deinem Organismus aber genügend Zeit lässt und immer nur eine überschaubare Menge Alkohol trinkst, verweilt dadurch weniger Acetaldehyd im Körper. Dadurch kann ein Kater vermieden werden.

  • Die richtige Menge. Zur richtigen Zeit.

Durcheinander macht durcheinander

Die Kongenere sind daran Schuld, das verschiedene Drinks an einem einzigen Abend, für einen Knall am nächsten morgen sorgen.

In jedem alkoholischen Getränk ist eine geringe Mengen Methanol enthalten. Alleine das reicht Deinem Körper aus, da er sich neben Ethanol auch noch darum kümmern muss. Wenn aber noch andere Kongenere zugeführt werden, hilft alles nicht mehr. Die Überbelastung wird sich abermals als schwerer Kater niederschlagen.

Zusätzlich sorgt die Kohlensäure in Bier oder Sekt für eine schellere Aufnahme von Alkohol (mehr Acetaldehyd). Wenn also auf einen Schnaps noch ein Bier getrunken wird, hat der Organismus demnach noch weniger Zeit als üblich um die Giftstoffe zu verarbeiten. Einem zuverlässigen Kater steht dabei nur noch wenig im Wege.

  • Bleibe bei einer Sorte Alkohol. Und der Marke.

Mit Wasser einen Kater vermeiden

Auch wenn alle Stricke reißen. Wenigstens Wasser muss her. Das ist machbar.

Es ist ein Trugschluss zu glauben, das durch alkoholische Getränke wie Bier dem Organismus genug Wasser zur Verfügung steht. Wie Du jetzt weißt, scheidet dein Körper durch eine hormonelle Störung einfach alles aus.

Wasser hilft. Das ist die wichtigste Grundlage um einen Kater zu vermeiden.

Trinke einfach zwischendurch immer mal wieder Wasser oder andere nicht-alkoholische Getränke. Damit kannst du sehr effektiv gegen die Entwässerung vorgehen.

Wenn das nicht klappen sollte, dann kannst Du das vor dem Schlafen gehen nachholen. Trinke dabei eine ausreichend große Menge Wasser – mindestens ein Liter. Viel hilft hier wirklich viel!

  • Trinke Wasser. In jedem Zustand und jeder Gelegenheit.

Hausmittel gegen Kater – Die Wahrheit dahinter

Die Hausmittel gegen einen Kater finden meistens dann ihren verzweifelten Einsatz, wenn der Kater schon da ist. In der Hoffnung das er damit schnell vergeht.

Viele Länder und Kulturen haben dabei ihren ganz eigenen traditionellen Methoden entwickelt und verbreitet. Schauen wir uns doch mal unsere typischen Mittel gegen ein Kater an.

Mit einem Katerfrühstück den Kater bekämpfen?!

Ja!

Sofern es Dir überhaupt möglich ist etwas zu essen, dann ist ein Katerfrühstück keine schlechte Wahl. Das ermöglicht Dir verloren gegangene Mineralien, Vitamine und Flüssigkeiten wieder aufzufüllen.

Der Rollmops

Der Rollmops wird in unseren Breitengraden immer wieder gerne empfohlen. Aber warum Rollmops? Weil Medizin einfach geschmacklich durchschütteln muss!

Nein, Spaß beiseite. Der Rollmops bzw. Heringe und Fische im allgemeinen enthalten viele Mineralien und Salze. Und genau das fehlt uns nach einer Partynacht. Mit einem Rollmops helfen wir unserem Körper wieder unseren Elektrolythaushalt auszugleichen.

Unterzuckerung entgegenwirken

Eine durchzechte Nacht lässt uns nicht selten unterzuckern.

Alkohol hat einen starken Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel und lässt ihn extrem ansteigen. Um den Blutzuckerspiegel wieder zu normalisieren wird in der Folge Insulin vom Körper ausgeschüttet.

Je nachdem wie viel Alkohol getrunken wurde, reagiert der Körper umso heftiger mit einem Insulinausstoß. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel am Ende eines abends in den Keller sinken. Die Folge ist eine Unterzuckerung.

Die Anzeichen einer Unterzuckerung sind:

  • Zittern
  • Blässe um Nase und Mund
  • Heißhunger
  • Sprach- und Sehstörungen
  • Kopfschmerzen

Um den Blutzuckerspiegel wieder in einen normalen Bereich zu heben, helfen schlicht und einfach Kohlenhydrate in jeder Form und Farbe.

Aber vermeide dabei zuviel und stark zuckerhaltige Lebensmittel. Diese treiben deinen Blutzuckerspiegel nur wieder unnötigerweise zu sehr in die Höhe.

Besser ist es zum Beispiel einen Hering im Brötchen zu essen. Damit schlägst Du auch gleich Fliegen mit einer Klappe. Oder eine Banane. Die enthält zusätzlich noch viel Kalium verhilft und Deinem Elektrolythaushalt auf die Sprünge. Aber die Hauptsache ist das Nahrungsmittel enthält Kohlenhydrate. Damit normalisiert sich der Blutzuckerspiegel wieder.

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen

Der Alkoholabbau sorgt für einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Und das verstärkt in aller Regel eine vorhandene Übelkeit.

Es gilt jetzt also auch darauf zu achten möglichst basische Lebensmittel zu essen. Darunter fallen alle Obst und Gemüsesorten. Gemüsesäfte oder Smoothies in jeglichen Farben sind dabei sehr praktisch und eignen sich bestens.

Getrocknete Früchte bestechen besonders durch eine basische Wirkung. Ein Müsli mit Haferflocken, Rosinen und getrockneten Feigen sorgt für einen Ausgleich. Und durch das Getreide freut sich auch der Blutzuckerspiegel.

Das Konterbier

Bekämpfe Feuer mit Feuer!

Das funktioniert vielleicht bei Waldbränden. Aber nicht beim Kater. Bei einem Kater müsste es richtigerweise auch „Bekämpfe Gift mit Gift“ heißen. Das einzige was gegen Gift hilft ist ein Gegengift. Oder eine Entgiftung.

Die Katersymptome können vielleicht durch ein Konterbier abgeschwächt werden. Aber nur für kurze Zeit. Der ursprüngliche Kater wird durch den erneut angestiegenen Alkoholspiegel nur vorübergehend verzögert.

Das Gegenteil ist der Fall. Das Konterbier verschlechtert die Situation nur und verstärkt womöglich die Kater-Symptome noch. Der Körper wird durch den neuen Alkohol weiter dehydriert und bekommt weiterhin Nährstoffe entzogen.

Der Mythos Konterbier kann eigentlich nur in einem unzurechnungsfähigen Zustand „erfunden“ worden sein.

Schmerzmittel

Bei Schmerzmitteln muss man unterscheiden ob es sich um verschreibungspflichtige oder frei erhältliche Medikamente handelt.

Verschreibungspflichtige Schmerzmittel sollten unter keinen Umständen zusammen mit Alkohol eingenommen!

Bei diesem Hausmittel gegen einen Kater sind normalerweise frei erhältliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen und Aspirin gemeint. Und man hat es mit diesen Schmerzmitteln meistens  auf die Kopfschmerzen abgesehen.

Grundsätzlich geraten Schmerzmittel bei Experten wegen verschieden starken Nebenwirkungen immer mehr in die Kritik. Und man muss bedenken, sie nur die Symptome bekämpfen. Die Ursache bleibt nach wie vor bestehen. Es gibt auch keine gänzlich ungefährliche Menge an Alkohol in Kombination mit Schmerzmitteln.

Paracetamol

Das Schmerzmittel Paracetamol ist dafür bekannt die Leber stark zu belasten. Durch starke Nebenwirkungen die im schlimmsten Fall zu Leberschäden führen können, ist Paracetamol schon seit vielen Jahren in der Kritik.

Da der Alkoholabbau zum Großteil von unserer Leber vorgenommen wird, ist sie ohnehin schon sehr beschäftigt. Wenn noch weitere Belastung durch Paracetamol dazukommt, verzögert sich der Abbau von Alkohol noch zusätzlich. Und der Kater ebenfalls.

Aspirin

Aspirin hilft tatsächlich die Kopfschmerzen zu verringern. Aber die übrigen Kater-Symptome bleiben dennoch bestehen. Außerdem kommt es durch Aspirin zu einer Nebenwirkung.

Aspirin hat eine blutverdünnende Wirkung. Und Alkohol ebenfalls. Die Blutverdünnung kann eine Unterzuckerung hervorrufen oder noch verstärken. Du erinnerst Dich? Alkohol alleine sorgt schon für eine Unterzuckerung.

Zudem wird Aspirin sauer verstoffwechselt. Der Säure-Basen-Haushalt lässt grüßen. Und die Genesung einer Übelkeit wird sich dadurch noch weiter hinziehen.

Ibuprofen

Das Schmerzmittel Ibuprofen greift die Magenschleimhäute stark an. Zusammen mit Alkohol verstärkt sich dieser Effekt und kann im schlimmsten Fall zur einer Magenblutungen führen. Im weniger schlimmen Fall bleibt der Magen weiterhin gereizt und der Kater hält sich womöglich noch länger.

Neben der starken schmerzlindernden Wirkung von Ibuprofen, sorgt es aber auch für ein emotional „gedämpftes“ Bewusstsein.

Fazit zu Schmerzmitteln

Schmerzmittel führen in der Regel zu einer Verschleppung vom Kater. Auch wenn vielleicht ein Symptom, die Kopfschmerzen, dadurch unterdrückt werden kann. Die andere Symptome werden durch die Wechselwirkung weiter verstärkt oder erfordern noch mehr Zeit.

Alles in allem sind Schmerzmittel nicht gerade ein optimales Anti-Kater-Mittel.

Mit diesem Anti-Kater-Mittel einen Kater vorbeugen

Und es gibt es doch. Kein Hausmittel, aber ein Mittel gegen Kater. Dazu aber gleich mehr.

Wie in den vorgehenden Kapiteln erklärt, wird durch Alkohol der Bedarf von unterschiedlichen Stoffen im Körper erhöht. Vor allem bei Mineralien kommt es schnell zu einem Mangel. Und Vitamine werden ebenfalls in größerer Menge als sonst verbraucht.

Für eine optimale Vorbereitung macht es deshalb Sinn sich schon vor dem Alkoholkonsum damit vorsorglich ordentlich aufzuladen. Auch hilft auch definitiv bereits währenddessen Nahrungsmittel mit einem hohen Mineralstoffgehalt zu essen.

Wichtige Mineralien

Die folgenden Mineralien werden für den Alkoholabbau besonders herangezogen. Sie werden vor allem durch die bereits beschriebene Dehydration größtenteils ausgeschieden. Das erhöht den Bedarf noch zusätzlich.

  • Natrium
    Oder schlicht Salz. Natrium spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von unserem Wasserhaushalt und sorgt für ein ausgegelichenes Verhältnis.
  • Kalium
    Es stärkt unser Nervensystem und sorgt für die Reizweiterleitung. Und ist für die Aufrechterhaltung unseres Blutdrucks zuständig.
  • Magensium
    Magnesiummangel führt zu einer Vielzahl der Katersymptome. Es ist auch ein natürliches Kopfschmerzmittel. Dabei ist es auch für die Muskelfuntkion wichtig.
  • Zink
    Ist besonders wichtig. Es unterstützt den Organismus bei der Bildung von Enzymen. Und damit auch von Alkoholdehydrogenase (ADH)  und Acetaldehyddehydrogenase (ALDH-2).

Bedarf an Vitaminen

Vitamine werden zwar weniger durch die Dehydration ausgeschieden. Aber der Alkoholabbau stellt einen erhöhten Bedarf an die folgenden Vitamine weshalb sie im hohen Maße benötigt.

  • Vitamin A
    Durch Alkohol werden unsere Schleimhäute gereizt. Besonders bekommt das unser Magen zu spüren. Vitamin A schützt die Schleimhäute und wird für die Gesundheitserhaltung benötigt. Es stärkt auch das Immunsystem und hält das Nervensystem gesund.
  • Vitamin B
    Es besteht bei allen B-Vitaminen ein erhöhter Bedarf durch Alkohol. Die B-Vitamine werden für den Bildung von Enzymen herangezogen. Außerdem unterstützen sie das Nervensystem und verringern auch Müdigkeit.
  • Vitamin C
    Alkohol stellt den Körper vor eine hohe oxidative Stressbelastung. Vitamin C ist ein wasserlösliches Antioxidant und wirkt genau den oxidativem Stress entgegen.

Sonstige hilfreiche und natürliche Stoffe

Neben Mineralien und Vitaminen gibt es noch andere naturbelassene Mittel. Sie unterstützen Dich beim einem Kater und im Gegensatz zu Medikamenten, belasten sie Dich nicht noch weiter.

  • Ingwer
    In Ingwer sind über 160 verschiedene Inhaltsstoffe enthalten. Neben Vitaminen und Mineralien umfasst das auch den besonders interessanten Scharfstoff Gingerol. Es ist bewiesen das Gingerol das gleiche Enzym hemmen wie der Wirkstoff von Aspirin. Zudem hat es schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften, die Ibuprofen sehr ähnlich sind. Es ist also ein Schmerzmittel ohne Nebenwirkungen.
  • Artischockenblätter
    Wie auch Ingwer beinhalten Artischockenblätter eine Reihe an wertvollen Inhaltsstoffen. Neben der leberschützenden und leberentgiftenden Wirkungen, ist für die Katerbekämpfungen der Bitterstoff Cynarin sehr nützlich. Er regt den Stoffwechsel in Galle und Leber an, wodurch der Alkoholabbau schneller stattfinden kann.

Optimal gegen einen Kater vorsorgen

Es gibt ein deutsches Produkt das alle oben genannten Nährstoffe enthält. Und das in einer so hohen Konzentration, das es genau richtig ist um einen Kater vorzubeugen und dagegen vorzusorgen.

Und die Anwendung ist auch sehr einfach. Dazu trinkt man diesen kleinen Shot einfach einmal vor und dann nochmal nach dem feiern. Mann kann damit auch sehr gut in einer Gruppe zur Einstimmung vor der Feier gemeinsam anstoßen.

Das Anti-Kater-Mittel. One:47 anti hangover shot

Ich habe es mittlerweile mehrfach ausprobiert und kann mich der positiven Resonanz nur anschließen. Es hat mir tatsächlich geholfen. Und mache Dir keine Sorgen das du Dir damit zuviele Mineralien und Vitamine aufnimmst. Der Überschuss wird von deinem Körper dann einfach ausgeschieden. Es besteht also kein Risiko.

Ein letzter Tipp
Trotzdem nicht vergessen ausreichend Wasser zu trinken!